Buckfast

Geschichte

Künstlich gezüchtete Rasse aus verschiedenen Bienenrassen der Welt. Die Buckfastzucht begann mit dem Imker Bruder Adam im englischen Benediktinerkloster Buckfast Abbey im Jahr 1916; Bruder Adam war der erste, der die bei Pflanzen und anderen Nutztieren seit Jahrtausenden praktizierte züchterische Selektion bei Bienenrassen angewendet hat, um gezielt bestimmte Eigenschaften mehrerer Rassen (z. B. Sammeltrieb, Sanftmut etc.) zu kombinieren und andere (z. B. Schwarmtrieb) zu reduzieren.

Bruder Adam übernahm 1919 die Leitung der Klosterimkerei der Buckfast Abbey. Um diese Zeit herum, verendeteten fast sämtliche Bienenvölker in Buckfast Abby. Die Tracheenmilbe grassierte unter der einheimischen, englischen Dunklen Biene.

Auf Grundlage des von Ludwig Armbruster Buches über die Bienenezüchtungskunde kreuzte Bruder Adam im ersten Schritt die einheimische Dunkle Biene mit einer Lingustica. Das Resultat war eine, gegen die Tracheenmilbe, resistente Bienenrasse.

Bruder Adam kreuzte in den weiteren Jahrzehnten immer wieder selektionswürdige Bienenrassen und Völker ein. Auch heute noch wird die Weiterzucht der Buckfastbiene weltweit praktiziert.

Eigenschaften

Die Buckfastbiene wurde schon von Bruder Adam auf spezielle Eigenschaften gezüchtet. Besonderes Augenmerk lag auf der Ertragsfähigkeit, Sanftmut und Schwarmträgheit. Eine weitere Eigenschaft ist der wenig bis mäßige Einsatz von Propolis, was die Bearbeitung der Völker vereinfacht. Aufgrund der wesentlich größeren Genvielfalt, gilt die Buckfast als krankheitsresistenter als Reinzuchtarten.

Die Buckfastbiene wird in erster Linie von Erwerbsimkern eingesetzt, aber auch immer mehr Hobbyimker halten Völker dieser Biene.